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Das Café Echt

Frau Hackes Gespür für ...
Margarete Hacke hat ein Gespür für Flair und Atmosphäre. Der Wunsch der Hauseigentümerin, an der alten Ladeneinrichtung nichts zu ändern, kam ihr dabei sehr entgegen und ergänzte sich mit ihrem eigenem Konzept.
Der Charme der 50er Jahre spiegelt sich in der alten Rund-Theke, im Verkaufsraum präsentieren sich Setztassen, die Kuchenteller sind alle Unikate und zieren Darstellungen von Obst und Blüten. Wer Kurzweil sucht, findet sie im Bücherregal neben dem Nierentisch in Form alter Magazin-Ausgaben und Bücher, ebenso wie in den aktuellen Ausgaben der Lokalpresse und Zeitschriften.

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Wer isst, bleibt
Ob Kuchen von Frau Hackes Blech oder vom Bäcker Niemand; ob Kaffee aus der Hausrösterei Hagen in Heilbronn oder Mittagstisch aus der Echt-Küche: wer hier isst, bleibt.
Mit viel Gedanken um das Wohl Ihrer Gäste suchte Margarete Hacke ihre Lieferanten aus. Die Kaffeerösterei Hagen wurde getestet und dazu bewogen, eine "Echt-Edition" herauszugeben.
Sie aß Brot und Kuchen zur Probe und kam mit dem Vollkorn-Bäcker Niemand überein, sie mit Herrenschnitte, Agnes-Bernauer, Tomaten-, Möhrenbrot und anderen Backwaren zu beliefern.
In Ihrer Küche entstehen jede Woche an vier Tagen leckere Tagesgerichte aus guten Zutaten.
Und wenn man keine warme Mahlzeit mag? Dann serviert das Echt-Team hausgemachten Ragösener Bienenstich und Schokokuchen, Obstsalat, Rührei mit Gemüse und reichhaltige Frühstücke: den ganzen Tag über!
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Kunst und Kulturelles im Echt
Regelmäßig finden im Café Echt Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel die Echt-Tafelrunde. An diesen thematischen Abenden wird ein Überraschungs-Menü serviert und mit musikalisch-literarischen Zwischengängen für Unterhaltung gesorgt. Regelmäßig stellen bildende Künstler in Gastraum und Garten ihre Werke aus. Es gibt musikalische Veranstaltungen, ein Wein-Seminar wird mit Gesang noch seeliger und in den Kochkursen mit Claude Rabineau aus Köln allerhand erlernt und gegessen!
   


Die Historie
2005 Nach elfjährigem Leerstand der Geschäftsräume, den das Gebäude und die Einrichtung unbeschadet und unverändert überdauert haben, eröffnen Margarete Hacke und Sabine Rabold am 13. August 2005 das „Café Echt“ im ehemaligen Laden und dem angrenzenden Raum (vormals Wohnzimmer / Büro). Im Oktober 2005 endete die Partnerschaft und Margarete Hacke führte das Café allein. Seit Dezember 2006 hat sie in Janine Bauer eine neue Partnerin gefunden.

2006 Am 23. Juni 2006 wird der zum Gebäude gehörende winzige, von einer alten Backsteinmauer umgebene Innenhof, der ursprünglich nur über die Backstube zugänglich war, als Gartenhof eröffnet.

Das Café Echt erhält für die Sommermonate einige lauschige Außensitzplätze unter der alten Zwillings-Kastanie.

Die Prähistorie
1898 Bau des Hauses Kaiserstraße 25 (später 29) mit Stallanbau durch den Feiler Wilhelm Echt und seine Ehefrau Elisabeth Fuest, geb.Vieth als Wohnhaus für die Familie Echt (Baugeschäft: Eberhard Groß).
Der Ofen wird am 01. und 02. April 2005, genau elf Jahre nach Schließung der Bäckerei abgebaut; die Backstube wird heute vom „Scaramouche“, einem kleinen Mendener Zimmertheater als Kostümfundus genutzt.
1912 Einrichtung einer Konditorei mit Ladengeschäft und kleinem Café durch den Konditormeister Wilhelm Eberhard Echt und seine Ehefrau Klara, geb. Doerr,
Anbau des Hauses Gartenstraße 19 a mit Backstube, Remise und Pferdestall im Erdgeschoss (Baugeschäft: Eberhard Groß).
1934 Wilhelm Eberhard stirbt 47-jährig; das Geschäft wird durch seine Witwe Klara und einen angestellten Bäckermeister weitergeführt.
1950 Nach Rückkehr des Sohnes Willy (Wilhelm) Echt aus russischer Kriegsgefangenschaft
1951 wird die Backstube um die Flächen von Remise und Pferdestall erweitert und ein neuer Dampfeinschießofen der Fa. Füllenbach und Hufnagel, Essen eingebaut.
1955 Umbau und Erweiterung des Ladengeschäftes durch den Bäcker- und Konditormeister Willy Echt und seine Ehefrau Maritheres, geb. Kinkel (Hochbau-Ing.: Fritz Kohlen).
1978 Der alte Backofen von 1950 wird durch den neuen Etagenbackofen „Columbus“ der
Fa. Fr. Winkler KG, Villingen ersetzt und der Kohlebetrieb auf Gas umgestellt.
1994 Willy Echt führt die Bäckerei -in den letzten Jahren gemeinsam mit seinem Sohn, Bäckermeister Wilhelm Alexander Echt- bis 1994 unverändert weiter.
Aus Altersgründen (Willy Echt ist 80 Jahre alt) und wegen der ungeklärten Nachfolge schließt das Geschäft am Ostersamstag, dem 02. April 1994.
Der Ladenraum und die Einrichtung von 1955, sowie Schaufenster und Eingangssituation werden unverändert beibehalten, durch geringfügige Eingriffe auf die neue Nutzung abgestimmt und durch kleine Zutaten und eine liebevolle Ausstattung ergänzt.

Der eigene Charme ist über die Zeit von fünfzig Jahren erhalten geblieben, ein Stück Zeitgeschichte ist wiederbelebt.“

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